NeuseelÀndische Essgewohnheiten
DarÌber hatte ich bisher glaube ich noch gar nichts geschrieben, und man wei� als Neuseelandbesucher im Vorfeld eigentlich auch recht wenig darÌber: Landestypische EssensspezialitÀten. Von Kiwis mal abgesehen. Also die FrÌchte jetzt. Nicht das Tier oder der neuseelÀndische StaatsbÌrger. (Wieso die sich hier alle voller Stolz wie dieses hÀssliche Viech nennen, wird mir auf ewig ein RÀtsel bleiben)
Also â?Š im Grunde genommen gibt es auch nicht wirklich “neuseelÀndische” SpezialitÀten. Man isst gerne Seafood, Sushi und Chinesisches (das hier wahrscheinlich eher “original” nach China schmeckt als in Deutschland, trotzdem bevorzuge ich die deutsche Version), Pizzen werden hier sehr amerikanisch gemacht, mit viel KÀse im Rand und BBQ-Sauce obendrauf (da gefÀllt mir dann doch das italienische Original besser), die Maori essen traditionell diese knollenartigen SÃŒÃ?kartoffeln mit violetter Schale, desren Name mir gerade nicht einfÀllt und generell wird viel Fleisch gegessen. Möglichst gegrillt. Manche Kiwis behaupten ja gerne, sie hÀtten das Prinzips des Barbecue erfunden, aber aus zuverlÀssiger Quelle weiÃ? ich, dass noch vor 20 Jahren wahrscheinlich ÃŒberall auf der Welt mehr Fleisch auf den Grill gehauen wurde, als hier. Woher ich das weiÃ?? Einer unserer Dozenten ist Kanadier und lebt seit ein paar Jahrzehnten in Auckland. Er hat den Siegeszug des Fleischgarens ÃŒber offenem Feuer mit Bier in der Hand hier also hautnah miterlebt. Und wird nicht mÃŒde, sich ÃŒber die heutige Grillbegeisterung der Kiwis zu amÃŒsieren.
Also was bleibt da noch an eindeutigen neuseelÀndischen SpezialitÀten? Es gibt bestimmt noch Anderes, aber eine Sache wird hier sehr gerne und oft vor, zwischen und in den Vorlesungen gegessen: Der Pie. Knuspriges BlÀtterteiggebÀck, wahlweise in Törtchen- oder Kuchenform (und dann in StÌcke geschnitten). GefÌllt mit quasi allem, was gerade greifbar und essbar ist. KartoffelpÌree, Hackfleisch, diverses GemÌse, Lamm oder auch mal China-Nudeln mit scharfer So�e. So genau hab ich mich mit dem reichhaltigen Pie-Angebot diverser LokalitÀten jetzt auch nicht beschÀftigt. Ich habe auf jeden Fall so das GefÌhl, es ist so ziemlich egal was da reinkommt. Die Hauptsache ist, es ist fettig. Besteht da vielleicht eine Verbindung zum Barbecue? So eine klitzekleine? Hmmm?


Mein Favorit ist jedenfalls immer noch der Chicken Curry Pie aus dem Long Black Café im Design-Building â?? ÃŒbrigens die beste Anlaufstelle fÃŒr leckeres Essen auf dem ganzen Campus. Leckerleckerlecker. Wie im Grunde alles andere da auch. Aber das sind dann keine neuseelÀndischen SpezialitÀten mehr, sondern eher meditarran-pazifisch-asiatische Haute Cuisine. Oder so. Noch ein Geheimtipp: Im Long Black Café gibt es die besten Chocolate Brownies, die ich jemals kosten durfte! Hmmm … mir lÀuft da gerade schon wieder das Wasser im Munde zusammen â?Š
Am 27. Juni 2007 um 14:19 Uhr
Vielen Dank fÌr den Einblick in die kulinarischen GenÌsse in Neuseeland. Als schokoladenjunkie macht besonders der Brownie Appetit. Ansonsten finde ich, dass sich die KÌche nicht sonderlich abschreckend anhört. Eigentlich so, dass man als MitteleuropÀer dort ganz gut satt werden könnte :)
Am 28. Juni 2007 um 11:31 Uhr
Jaaa doch. Verhungert bin ich hier bisher nicht. Und hab’s in den noch verbleibenden Tagen auch nicht vor. ;-)